Organisation und Wahl der Lehrveranstaltungen

 

Durch die große Flexibilität der Vorlesungen ist im Vorfeld Planung und Eigeninitiative notwendig. Im Folgenden werden die Organisation der Lehrveranstaltungen und Vorlesungsmodule erklärt sowie Schritte zur Lehrveranstaltungswahl und und Studienverlaufsplanung gegeben.

 

Organisation der Lehrveranstaltungen und Vorlesungsmodule

Vertiefungsrichtungen:
Im Master-Studiengang Chemie werden vier Vertiefungsrichtungen angeboten, die den Schwerpunkten der Fachgruppe Chemie und der technischen Ausrichtung der Hochschule entsprechen. Von den vier Vertiefungsrichtungen

SYN - Bioaktive Verbindungen und synthetische Methoden
CAT - Katalyse
MES - Werkstoffe und mesoskopische Systeme: Festkörper, Polymere und Nanostrukturen
COS - Computerchemie und Spektroskopie

werden zwei in beliebiger Kombination von den Studierenden zu Beginn des Studiums gewählt.

In jeder dieser beiden Vertiefungsrichtungen müssen drei Vorlesungsmodule und ein Praktikumsmodul belegt werden. Zusätzlich müssen noch

gewählt werden.

Allgemeines:
Jede Vorlesung kann nur einmal belegt werden, auch wenn Sie in verschiedenen Vertiefungsrichtungen angeboten wird! Der Zeitpunkt und die Abfolge der Veranstaltungen ist ebenfalls Ihnen überlassen. Um die Regelstudienzeit einhalten zu können, ergeben sich trotzdem logische Reihenfolgen. Generell gibt es keine zu den Vorlesungen keine Zulassungsvoraussetzungen oder -beschränkungen.

Alle Pflichtvorlesungen und fast alle Wahlpflichtvorlesungen sind überschneidungsfrei, sodass die Wahl einer Vorlesung eine andere nicht ausschliesst. Die Pflichtvorlesungen einer Vertiefungsrichtungen finden immer an einem einzigen Wochentag statt, sodass vorlesungsfreie Wochentage möglich sind.

Eine Vorlesung mit Leistungsnachweis wird meist mit 3 Leistungspunkten (CP) angerechnet.

Lehrveranstaltungsplan für einen Master in Regelstudienzeit

Im Folgenden sind die Lehrveranstaltungen, die bei Einhaltung der Regelstudienzeit in drei Semestern absolviert werden müssen, zusammenfassend dargestellt:

  • 6+6 Pflichtvorlesungen der beiden Vertiefungsrichtungen und entsprechende Prüfungen
  • 3+3 Wahlpflichtvorlesung aus dem jeweiligen Vertiefungsrichtungsangebot mit Leistungsnachweis
  • 1 frei wählbare Veranstaltung aus dem Angebot des Master-Studiengangs Chemie mit Leistungsnachweis
  • 1 frei wählbare, nicht in den Chemiestudiengängen verankerte Veranstaltung aus dem gesamten Veranstaltungsangebot der RWTH Aachen mit Leistungsnachweis. Insgesamt müssen mindesten 3 CPs erreicht werden.
  • 1+1 Forschungspraktikum in der jeweiligen Vertiefungsrichtung und Erstellen jeweils eines Forschungsberichts
  • 1 frei wählbares Forschungspraktikum mit Forschungsbericht oder das verpflichtende Übungsmodul COS

Wie diese Veranstaltungen auf drei Semester aufgeteilt werden, bleibt Ihnen überlassen. Bei Interesse können beispielsweise auch alle drei Wahlpflichtvorlesungen einer Vertiefungsrichtung in einem Semester belegt werden.

Das vierte Semester ist der Masterarbeit vorbehalten, wobei die Masterarbeit generell begonnen werden kann, wenn 84 CPs erreicht worden sind. Das bedeutet, dass im vierten Semester zwei Vorlesungen mit Leistungsnachweis (im Allgemeinen 3 CP pro Vorlesung) fehlen dürfen, beziehungsweise, dass der Beginn der Masterarbeit auch in früheren Semestern erfolgen kann.

Erläuterung der Begriffe

Vorlesungsmodule:
Jedes Vorlesungsmodul in den Vertiefungsrichtungen besteht aus zwei vorgegebenen Pflichtvorlesungen, deren Inhalte in der Regel in einer gemeinsamen Klausur oder mündlichen Prüfung am Ende des Semesters geprüft werden. Zusätzlich muss pro Modul aus einem Kanon von angebotenen Wahlpflichtvorlesungen eine gewählt werden. Die in dieser Veranstaltung erworbenen Kenntnisse werden am Ende des Semesters in einer Studienleistung (z.B. Klausur, mündliche Prüfung, Hausarbeit, Kolloquium usw.) überprüft. Die Wahlpflichtvorlesungen werden im allgemeinen im Halb- oder Einjahresturnus angeboten.

Frei wählbare Vorlesung:
Eine Vorlesung aus dem Angebot des Master-Studiengangs Chemie wird belegt. Diese kann aus den Wahlpflichtvorlesungen der beiden gewählten Vertiefungsrichtungen oder aus den Pflicht- sowie Wahlpflichtvorlesungen der beiden nicht gewählten Vertiefungsrichtungen gewählt werden.

Praktikumsmodule (Forschungspraktika):
Pro Vertiefungsrichtungen wird ein Forschungspraktikum durchgeführt, das für diese Vertiefungsrichtung spezifische praktische Kenntnisse vermittelt. Zu jedem Forschungspraktikum ist ein Forschungsbericht zu verfassen. Es gibt keine Festlegung über die Dauer und Arbeitszeiten des Forschungspraktikums. Die Arbeitszeiten werden mit den jeweiligen Betreuern vereinbart. In der Regel sind 6 Wochen Vollzeit- oder 10 Wochen Teilzeitarbeit erforderlich. Bei Teilzeitarbeit können z.B. weiterhin Vorlesungen besucht werden. Auch eine Stückelungen in Voll- und Teilzeitarbeit ist möglich und hängt von der Flexibilität des Arbeitskreises ab. Das Forschungspraktikum kann nach Absprache auch in der Industrie oder an einer anderen Hochschule absolviert werden. Insgesamt darf das Forschungspraktikum einschließlich des Forschungsberichts die Dauer von 300 akademischen Arbeitsstunden nicht überschreiten.

Forschungspraktika können auch im Ausland durchgeführt werden. Mehr dazu unter Externe Studienleistungen.

Frei wählbares Forschungspraktikum / Übungsmodul COS:
Zusätzlich zu den Forschungspraktika der beiden Vertiefungsrichtungen ist noch ein weiteres Forschungspraktikum durchzuführen. Hierfür kann eine der vier Vertiefungsrichtungen gewählt werden. Das frei wählbare Forschungspraktikum kann auf Antrag auch außerhalb der Fachgruppe Chemie, z.B. im Rahmen eines Auslandsaufenthalts, durchgeführt werden. Studierende, die die Vertiefungsrichtung COS gewählt haben, müssen anstatt des frei wählbaren Forschungspraktikums das Übungsmodul COS durchführen. Zu allen Pflichtvorlesungen der Vertiefungsrichtung COS in den Semestern 1-3 werden Übungen angeboten, die alle Bestandteile des Übungsmoduls COS sind.

Wahlbereich:
Im Wahlbereich ist eine Veranstaltung außerhalb des Veranstaltungskatalog des Bachelor- oder Masterstudiengangs Chemie zu belegen. Dies können z.B. Veranstaltungen aus dem interdisziplinären Lehrangebot der RWTH sein. Andere Lehrveranstaltungen können nach Absprache mit der zuständigen Dozentin beziehungsweise dem Dozenten anerkannt werden.

Masterarbeit:
Zur Erlangung des Mastergrades müssen insgesamt 120 Leistungspunkte (CP) erreicht worden sein.
Die Masterarbeit wird in der Regel im vierten Fachsemester des Master-Studiengangs Chemie durchgeführt. Für die Bearbeitung der Masterarbeit sind 6 Monate vorgesehen.
Die Masterarbeit stellt 30 der 120 CP dar. Für die verbleibenden 90 CP müssen die in den vorangehenden Abschnitten beschriebenen Lehrveranstaltungen absolviert worden sein, die in Summe 90 CP liefern. Voraussetzung für die Anmeldung und damit den Beginn der Masterarbeit sind 84 von den 90 durch Lehrveranstaltungen zu erreichenden CPs. Musteranträge finden sie im Download-Center Chemie in der Kategorie Abschlussarbeiten.

Download-Center der Chemie: Musterantrag für Masterarbeiten

Hinweise zum Titelblatt von Abschlussarbeiten und zur eidesstattlichen Erklärung

Externe Studienleistungen

Einen Teil der Studienleistungen (Vorlesungen und Forschungspraktika) können Sie auf Antrag auch extern, d.h. in der Industrie, in Forschungsinstituten oder anderen Universitäten im In- und Ausland absolvieren.
Es besteht auch die Möglichkeit die Masterarbeit extern d.h. in anderen Fachgruppen, in der Industrie, im Ausland oder an einer anderen Forschungseinrichtung zu absolvieren. Die Anträge hierzu sind ebenfalls im Download-Center Chemie in der Kategorie Externe Leistungen zu finden.

Download-Center der Chemie: Anträge für externe Leistungen

Ein externes Forschungspraktikum im Ausland hat Auswirkungen auf die besuchbaren Vorlesungen und wird am besten für das dritte Semester eingeplant.
Dies liegt einerseits daran, dass im ersten Mastersemester, das nötige Fachwissen noch fehlt und andererseits daran, dass die meisten Vorlesungen nur im Jahresturnus gehalten werden. Bei einem Auslandsaufenthalt im zweiten Semester ist zu beachten, dass die einjährig angebotenen Pflichtvorlesungen erst im vierten Semester besucht werden können, wodurch die Masterarbeit, aufgrund der fehlenden CPs, erst im fünften Semester begonnen werden kann.

Ein Forschungspraktikum in der Industrie ist in der Regel mit Vollzeitarbeit verbunden, wodurch die gleichen Einschränkungen wie bei einem Auslandsaufenthalt gelten.

 

Schritte zur Lehrveranstaltungswahl und Studienverlaufsplanung

Im Folgenden werden die notwendigen Schritte zur Planung des Masterstudiengangs dargestellt.

Zunächst sollten man sich über den Umfang der Veranstaltungen und Leistungsnachweise im klaren werden.

1. Wahl der Vertiefungsrichtungen

Die erste Entscheidung, die sie treffen sollten, ist die Wahl der zwei Vertiefungsrichtungen. Diese ergibt sich meist aus den präferierten Vorlesungen und Interessenslagen. Bei Unsicherheit helfen die Steckbriefe der einzelnen Vorlesungen weiter.

Durch die Auswahl der Vertiefungsrichtung sind die Pflichtvorlesung eindeutig festgelegt.

2. Wählbare Veranstaltungen

Im zweiten Schritt sollten sie sich Gedanken über die wählbaren Veranstaltungen machen. Hierbei stehen natürlich ihre Präferenzen und Interessenlagen im Vordergrund. Weiterhin ist zu beachten, dass manche wählbaren Veranstaltungen durch Vorlesungsverschiebungen nur im Zweijahrensturnus gehalten werden. Pflichtveranstaltungen werden hingegen immer im Einjahresturnus gehalten.
Bestehen Unsicherheiten bei der Wahl einer Lehrveranstaltung, so besteht die Möglichkeit sich für eine Veranstaltung anzumelden und an einigen Vorlesungen teilzunehmen. Sprechen dann Gründe gegen die Lehrveranstaltung, so kann im Campus Office von der Prüfungsleistung zurückgetreten werden.

3. Planung der Semester

Da die Art und Dauer der Forschungspraktika Ihre Möglichkeiten Vorlesungen zu hören einschränken könnte, sollten Sie sich im dritten Schritt Gedanken über ihre Semesterplanung machen. Hierbei helfen folgende Leitfragen:

  • Wann und wo absolviere ich meine Forschungspraktika?

Es gibt die Möglichkeit die Forschungspraktika im Semester oder in der vorlesungsfreien Zeit zu absolvieren.

Des Weiteren sollte das Forschungspraktikum rechtzeitig mit dem Arbeitskreis abgesprochen werden, um Verzögerungen zu vermeiden. Bei externen Forschungspraktika, beispielsweise in der Industrie, sollte viel Zeit zur Organisation eingeplant werden.

  • Ist ein Auslandsaufenthalt geplant?

Ein externes Forschungspraktikum im Ausland hat Auswirkungen auf die besuchbaren Vorlesungen und wird am besten für das dritte Semester eingeplant.
Dies liegt einerseits daran, dass im ersten Mastersemester, das nötige Fachwissen noch fehlt und andererseits daran, dass die meisten Vorlesungen nur im Jahresturnus gehalten werden. Bei einem Auslandsaufenthalt im zweiten Semester ist zu beachten, dass die einjährig angebotenen Pflichtvorlesungen erst im vierten Semester besucht werden können, wodurch die Masterarbeit, aufgrund der fehlenden CPs, erst im fünften Semester begonnen werden kann.